Haller Häuserlexikon – Besitzerliste 1827

Marktstraße 3

Adresse: Marktstraße 3
Primärkatasternummer: 410
Besitzer
Bühl, Johann Friedrich, Bäckermeister


Besitzerliste

1712: Seiferheld, Georg Friedrich, Zinngießer, des äußeren Rats und Stadtumgelter; danach dessen Sohn Wolfgang Jacob, des inneren Rats uind Egin-Stiftungspfleger. (4/1545, S. 26)

1767: Seiferheld, Georg Friedrichs Wittib. (4/1547, S. 31)

1782: Seiferheld, Wolfgang Jakob, Sohn des Georg Friedrich S., des Inneren Rats und Amtmann 

1806: Hezel H. Amtvogt von Vellberg Wittib

1814: Bühl, Johann Friedrich, Bäckermeister. (4/1547a, S. 49)

1864: Die Witwe des Johann Friedrich Bühl verkauft an Probst, Heinrich, Bäcker aus Oberscheffach

Adressbücher:

1886 - 1901: Truckses, Philipp, Metzgermeister

1910 - 1932: Rohn, Leonhard, Metzgermeister

1938: Rohn, Luise Wwe. Metzgerei, und Rohn Else und Gertrud

1950:  Rohn, Gertrud, Metzgerei

1956 - 1976:  Kern, Fritz, Bürobedarf und Büromöbel und Rohn Gertrud und Hieber Else     

1978:  Rößler, Gerhard, Zoo- und Gartenbedarf (Besitzerauskunft)

2008: Gerhard Rößler schließt sein Geschäft für Zoo- und Gartenbedarf.

Beschreibungen

historische Beschreibungen

1814: 19/1001

1827: Wohnhaus mit 13,1 Ruten, Stallung 5,4 und Hof mit 2,1 Ruten, insgesamt 20,6 Ruten Auf dem Sau Markt

Verwitwete Frau Amtsvogt Hezel allhier, verkauft an Herrn Bortenwirkermeister Friedrich Jakob Bühl allda, für seinen Sohn Johann Friedrich Bühl, des Bäckerhandwerks .. ihre bisher besessene gültfreie Behausung unterm Markt, zwischen Kaufmann La??? und Frau Knopfmacher Papstin Häusern gelegen, nebst dem darunter befindlichen Keller und hinter dem Haus gelegenen Höflein, Backofen, Waschhaus und Stallungen mit allen Rechten und Gerechtigkeiten für 4.000 fl.

1864:  10/031, S. 109

verkauft die Witwe des Bäckermeister Bühl hier, an den Bäcker Probst, Heinrich ihr Backhaus in Hall, nämlich13,1 Ruthen. Ein dreistöckiges Wohnhaus in der Marktstraße, neben Sattler Feuchter und Kaufmann Picot. Eine hinter dem Haus stehende, mit diesem zusammenhängende Remise und Waschhaus. Das ganze Haus steht auf dem tief darunter befindlichen Bierkeller des Glockenwirths Frizlin, welcher wie seine Nachfolger sein in der Sporersgasse stehendes Gebäude nicht höher als zwei Stockwerk aufbauen darf, um dem Bühl'schen Haus Licht und Luft zu belassen.

2.1 Ruthen gepflasterter Hofraum, neben dem Höfle des Sattlers Feuchter und von diesem durch einen Verschlag getrennt, welcher von beiden Teilhabern je zur Hälfte zu unterhalten ist um 9.600 fl.

 

Einträge in den Denkmallisten

Der dreigeschossige traufständige Putzbau entstand nach dem Stadtbrand von 1728 und stellt ein aufwendig gestaltetes Beispiel barocker Wohnbaukunst in Schwäbisch Hall das. Die Obergeschosse gliedern ein kräftig profiliertes Gesims, Lisenen und ein schwach hervorstehener Mittelrisalit, geohrte Fenster und ein verkröpfters Traufgesims. Im ersten Obergeschoss befindet sich eine Stuckdecke. Aus diesen künstlerischen und wissenschaftlichen Gründen, besteht an der Erhaltung des Hauses öffentliches Interesse. StadtA Schwäbisch Hall: 4832, Liste der Kulturdenkmale, Stand 10/1982, S. 301

 

Marktstraße 3 (Flst.Nr. 0-63/5). Wohnhaus. Traufständiges, dreigeschossiges Gebäude mit Lisenen und Mittelrisalit, geohrte Fenster und verkröpftes Traufgesims. Erstes Obergeschoss mit Stuckdecke, um 1728. § 2( aus: Liste der Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Stadt Schwäbisch Hall, Stand 13.11.2013)

Besonderheiten

Über dem Schaufenster ein Wappenstein, der im linken Feld das Wappen Seiferheld, im rechten das Wappen Bölz aufweist.

Im Kaufvertrag vom 9. Juli 1864 wird als Dreingabe zum Kauf unter anderem gegeben:

1 Schwarzwälder Uhr, 2 Portraits, 1 kupferner Säbel, die vorhandenen Lagerhölzer im Keller und die daselbst befindlichen Fässer von etwa 39 Eimer Gehalt. Der in den Fässern befindliche Wein darf in denselben aufbewahrt bleiben, bis Frau Verkäuferin denselben verwertet, oder hat wegbringen lassen.

Quellen

Archivalien:

  • siehe Besitzerliste und Besonderheiten

Literatur:

  • Haller Tagblatt v. 05.07.2008,S. 24 (Schließung Rößler)