Haller Häuserlexikon – Primärkataster-Nr.

Gelbinger Gasse 58

Adresse: Gelbinger Gasse 58
Primärkatasternummer: 314
Besitzer
Kirchdörfer, Georg Andreas, Witwe, Schreier, Ezechiel, Groß, Johann Jacob, Schuhmacher; Köber, Johann Georg, Witwe


Besitzerliste

Haus Textor (Gelbinger Gasse rechts) (Gelbinger Gasse 58)

1671 kauft Ernst Textor, Bürger und Postmeister, von H. Joseph Groß, deutscher Schulmeister, und Georg Eisenmann, Marktmeister, ein Haus in der Gelbinger Gasse, das die Verkäufer von ihrem Schwager bzw. Bruder Hans Eisenmann ererbt haben. Das Haus lag zwischen Hans Mayer, Zeugmacher, und Heinrich Bayerdörffer, Häfner. Es kostete 262 fl.

1682 verkauft Anna Elisabetha Textor, Witwe des Ernst Textor, an Georg Sieber, Kübler (s. 4/664, fol. 146R-147V und 4/1933, fol. 86)

1692 Georg Siebers Witwe, später Zacharias Gogel und Hans Michael Koppenhöfer (Beetbücher)

1690 verkauft Kunigunda Sieber, Witwe des Georg Sieber, Kübler, ihr Haus an ihre ledige Tochter Maria Catharina Sieber (StadtA Schwäb. Hall 14/1434)

Am 9. November 1693 kauft Zacharias Gogel, Karrenmann, für 475 fl das Haus und eine Scheuer von den Kindern des Hans Weber, Bürger und Dorfmüller. (StadtA Schwäb. Hall 4/667, fol. 289R-290R)

Am 26. August 1726 verkauft die Witwe Gogels an Jörg Kirchdörfer, Leinenweber. Kirchdörfer verkauft 1730 (17. Februar) den oberen Teil seines Hauses an Johann Jacob Laccorn, Schreiner. Der untere Teil geht am 23. Juli 1760 an seinen Sohn Johann Georg Kirchdörfer, Weber.

Die Kirchdörfersche Hälfte geht am 9. August 1763 an Johann Georg Baumanns, Beisitzers, Witwe. Ein Viertel: 19. Januar 1786 Georg Adam Kirchdörfer, Leinenweber, ein Viertel: 19. Januar 1786: Georg Leonhard Weber, Schutzverwandter und Zimmergeselle (Kirchdörfer und Weber sind Tochtermänner der Baumannschen Witwe). Das Webersche Viertel geht am 20. April 1802 an Georg Martin Siller, Beisitzer, am 15. Januar 1808 an  Ezechiel Schreier, Beisitzer. Das Kirchdörfersche Viertel bleibt im Besitz von Georg Adam Kirchdörfers Witwe.
Die Laccornsche Hälfte geht am 25. Februar 1761 an Jerg Michael Roll, Beisitzer. Am 3. September 1768: Hans Jerg Roll, Beisitzer. Dann wieder die Hälfte der Hälfte am 19. Januar 1786: Jacob Heinrich Hauber, Maurer, das andere Viertel bleibt Hans Jerg Roll. Rollsches Viertel am 14. November 1810: Schuhmacher Jacob Kroß. Haubersches Viertel: 28. August 811: Johann Georg Röbers Witwe. (StadtA Schwäb. Hall 4/1544, fol. 582V-R, 583R)

1827: Kirchdörfer, Georg Andreas Witwe; Schreier, Ezechiel; Groß, Johann Jacob, Schuhmacher; Röber, Johann Georgs Witwe

um 1850: Hüfner, Johann Michael, Fuhrmann

1862: Hüfner, Johann Michael Witwe in Gemeinschaft mit den Kindern

1862: 2/3 Hüfner, Christian und 1/3 Hüfner, Friedrich

1865: Friedrich Hüfner

1865: Schwab, Seligmann, Dünsbach

1872: Heimann, Heinrich von Braunsbach mit Therese, geb. Schwab, zusammen mit Scheune Geb. IV 316

1886: Heimann, Heium, Handelsmann

1890: Heimann, Heium, Handelsmann

1901: jetzt: Heilbronnerstr.58: Heimann, Heium, Privatier und Maier, Karoline, Witwe, Privatier

1910: Horwath, Franz, Wagner

1920: als Besitzer genannt:Horwath, Franz, Wagnermeister

Mieter: Schürer, Georg, Kaminfeger

1928: als Besitzer genannt:Horwath, Franz, Kolporteur, Autogarage

Mieter: Schwarz, Heinrich, Mechaniker, Rinner, Hans, Gipser, Ruckser, Ludwig, Kutscher, Dambach, Ernst, Knecht

1932: Als Besitzer genannt: Horwath, Franz, Kolporteur

Mieter: Essinger, Hermann, Maler und Lackier, Albrecht, Alois, Zimmermann

1938: jetzt: Gelbinger Gasse 58. Als Besitzer genannt: Horwath, Franz, Prediger

Mieter: Lohmann, Engelhardt, Heizer

1956: Als Besitzer genannt: Elektroinstallation und Reparatur-Werkstatt Otto Hartung, Hartung, Gertrud, Hartung Otto, Elektromeister

Mieter: Jarmer, Anna, Hausfrau, Jarmer, Viktor, Zimmermann, Schick, Ernst, Malermeister, Schick, Johanna, Hausfrau

Beschreibungen

1827: Wohnhaus mit 15,5 Ruten und Hof mit 5,7 Ruten, insgesamt 21,2 Ruten Grundfläche in der Heilbronner Straße

Besonderheiten

Benützungsrecht des Seligmann Schwab des Hofes von Leonhard Reiz (Nr.316), soweit es unumgänglich notwendig, um den Dung abzufahren und das Vieh in den Stall oder von da auf die Straße zu bringen.

Quellen

StadtA Schwäb.Hall 19/829

StadtA Schwäb.Hall 19/838

StadtA Schwäb.Hall 71/547 Beilagen zum Unterpfandsbuch der Stadt Schwäb.Hall, darin Aktenbund betr. Heimann, Heinrich, Handelsmann von Braunsbach

StadtA Schwäb.Hall, Adressbücher