Haller Häuserlexikon – Primärkataster-Nr.

Im Weiler 5

Adresse: Im Weiler 5
Primärkatasternummer: 555
Besitzer
Schmez, David Ludwig, Blechner, 1/2; Bayer, Friedrich Peter, Nagelschmied, 1/2


Besitzerliste

1712 wird Johann Ezechiel Schloßstein, Nagelschmied, als Hausbesitzer genannt, dem Johann David Schloßstein, Nagelschmied, folgte. 1767 war die Witwe des Johann David Schloßstein, Nagelschmied, Hausbesitzerin, von der es Johann Georg Wolmershäuser, Nagelschmied, für 1100 fl erkaufte.

1782 gehörte das ganze Haus Johann Georg Wolmershäuser, Nagelschmied. In der Folge wurde es geteilt: eine Hälfte ging an Nagelschmied Stökle, die andere an Blechner Schmez.

 

1875: erste Bauakte Georg Maier, Nagelschmied

1948: Wilhelm Munzinger, Kaufmann: Einbau eines Ladens

Befunde aus Bauforschung

Holzteile aus dem 15. Jahrhundert, dendrochronologisch datiert auf 1444/1445. (StadtA Schwäb. Hall BF 75)

Dach dendrochronologisch datiert auf 1444/45. (BF Lohrum/Bleyer)

Beschreibungen

1827: Wohnhaus mit 9,9 Ruten

Das traufständige, zweieinhalbgeschossige Fachwerkwohnhaus gehört zu den wichtigen mittelalterlichen Fachwerkhäusern in Schwäbisch Hall. Die Brandmauer bestätigt die Datierung ins 15. Jh.: alemannisches Fachwerk mit verblatteten Bügen an Eckständern und Pfosten ("Schwäbischer Mann"), stehender Stuhl mit langen Streben. Die verputzte Traufseite, mit einem kräftigen Vorstoß zeigt das Erscheinungsbild eines selten gewordenen kleineren mittelalterlichen Ackerbürgerhauses. (StadtA Schwäb. Hall: Liste der Kulturdenkmale Stadt Schwäb. Hall, Stand 10/1982, S. 236)

 

Im Weiler 5 (Flst.Nr. 0-427, 0-427/1). Zweieinhalbgeschossiges, traufständiges Fachwerk-Wohnhaus, wichtiges mittelalterliches Fachwerkhaus in Schwäbisch Hall. Fachwerk mit verblatteten Bügen an Eckständern und Pfosten („Schwäbischer Mann”), stehender Stuhl mit langen Streben. Verputzte Traufseite, kräftiger Vorstoß. 1445 (d). § 2. (aus: Liste der Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Stadt Schwäbisch Hall, Stand 13.11.2013)