Haller Häuserlexikon – Primärkataster-Nr.

Steinerner Steg 7 - Reste eines Adelsturms

Adresse: Steinerner Steg 7
Primärkatasternummer: 191
Besitzer
Röhler, Georg Andreas, Obersalzsieder; Stützner, Friedrich Immanuel, Schneider; Laidig, Christian Peter, Schlachtschauer


Besitzerliste

1717: Johann Andreas Mayer, Salzsieder

23.12.1746: von den Mayerischen Erben an Johann Friedrich Groß, Salzsieder, um 750 fl verkauft.

1785: Fr. Susanna Elisabetha Groß, Witwe des H. Johann Friedrich Groß, Obermeister des gemeinen Haals - Realteilung

7.10.1788: von den Großischen Erben an Johann Friedrich Rittmüller, Melber (1/2) und Johann Lorenz Peter Röthel, Einspänniger (1/2), um 1.200 verkauft.

30.7.1795: von H. Christian Rupprecht, Ratsdiener und Goldarbeiter, um 1.300 fl erkauft.

16.9.1807: von Georg David Groß, Salzsieder, um 1.300 fl erkauft.

23.6.1813: das ganze Haus von Johann Christian Wieland, Küblermeister, um 2.180 fl erkauft.

13.3.1816: die Hälfte des Hauses von Georg Andreas Röhler, Obersieder, erkauft um 1.080 fl.

8.6.1820: Wieland verkauft seine verbliebene Haushälfte an Christian Peter Laydig, Schlachtschauer, um 1.400 fl.

8.2.1821: Röhler verkauft die Hälfte seiner Haushälfte an Immanuel Friedrich Stützner, Schneider, um 600 fl.

Haustafel

Das auffällige "Sulmeisterhaus" kann uns von allen Epochen Haller Geschichte erzählen: Staufische Mauern mit Buckelquadern und Fensteröffnungen im Untergeschoss, ein Fachwerkaufbau aus dem 15. Jahrhundert, prächtige barocke Holzdecken, die qualitätvolle Erneuerung von 1912 und eine einfühlsame Sanierung vermitteln bildhaft die Haller Tradition im Umgang mit historischer Bausubstanz.

Befunde aus Bauforschung

Keller aus dem 13. und 15. Jahrhundert. 2. Viertel datiert auf das 13. Jahrhundert, Hausgefüge datiert auf 15. Jahrhundert. (StadtA Schwäb. Hall BF 76)

Dendrochronologisch datiert: Gerüst, Dach auf 1451/52; Umbau 1600/01. (BF Lohrum/Bleyer)

Vgl. Datenbank Bauforschung Baden-Württemberg.

Beschreibungen

1785: eine Behausung im Hoff genannt zwischen der Senator Fischerischen Erbschaft und des Steinhauermeisters Mammes Behausung lt. Kaufbrief v. 23.10.1746

1827: ein Wohnhaus beim Schlachthaus mit 22,3 Ruten Grundfläche

Ehem. Sulmeisterburg. Romanisches Steinhaus mit Resten einer Hauskapelle, Fachwerk-Aufsatz mit Schopfwalmdach um 1600, Stadtmauer. Eingetragen in das Landesverzeichnis der Baudenkmale in Würtemberg seit 08. Oktober 1925. (StadtA Schwäb. Hall: Liste der Kulturdenkmale Stadt Schwäb. Hall, Stand 10/1982, S. 381)

Steinerner Steg 7 (Flst.Nr. 0-99/4). Ehem. Sulmeisterburg (§ 28). Romanisches Steinhaus mit Resten einer Hauskapelle, Fachwerk-Aufsatz mit Schopfwalmdach, um 1600; mit Stadtmauerrest, [Teil der] Stadtbefestigung der Kernstadt, wohl um 1156 bis ca. 1250. Teil der Sachgesamtheit "Stadtbefestigung" - siehe Am Markt 14. § 2 (aus: Liste der Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Stadt Schwäbisch Hall, Stand 13.11.2013)

Besonderheiten

1745 sollte das Haus zum Schulhaus umgebaut werden. Baupläne vorhanden: StadtA Schwäb. Hall 5/1946.

Quellen

Archivalien:

  • StadtA SHA 4/881 (Unterpfandsprotokoll), fol. 321V-R; 4/1545 (Häuserbuch 1712), S. 113; 4/1547 (Häuserbuch 1767), S. 83; 4/1547a (Häuserbuch 1782), S. 142; 5/1946; 14/3879

Pläne und Ansichten vor 1827:

  • StadtA SHA 5/1946 (1745)