Gebäudeverzeichnis

Pfarrgasse 2

Adresse: Pfarrgasse 2
Primärkatasternummer: 42
Besitzer
Kuhn, Georg Michael, Mesner und Schneider


Besitzerliste

Als Anlieger des Hauses Pfarrgasse 4 werden genannt:

 

1607: Erben des Johann Wolfgang Weidner, Prediger, oder Georg Gentners Witwe

1612: Georg Gentners Witwe

1647: Georg Ludwig Dillmann. Georg Ludwig Dillmann erscheint 1651 noch in der Beetliste als Hausbesitzer in der Pfarrgasse, 1653 nicht mehr.

1685: Johann Wolfgang Weidner, Apotheker

1688: N. Weidner, Witwe des Johann Wolfgang Weidner

1698: Johann Christoph Weidner, Apotheker

 

1651 hatte Johann Wolfgang Weidner, Apotheker, von seinem Schwiegervater Johann Sebastian Firnhaber, Mitglied des Inneren Rates, die Aotheke an der Jacobskirche bei der Trinkstube auf dem Markt für 1.900 fl gekauft. Firnhaber selbst hatte die Apotheke 1635 von den Ritterschen Erben erworben. (StadtA Schwäb. Hall 4/658, fol. 57R-59R)

 

1687 verkauften Johann Wolfgang Weidner, Apotheker, und seine Frau Elisabeth geb. Firnhaber ihre Apotheke bei der Trinkstube und der Jacobskirche an ihren Sohn Christoph Weidner, Apothekergeselle um 1.400 fl. Die Losung zugunsten der Weidnerschen Familie und der Erben des Johann Sebastian Firnhaber wurde vorbehalten. (StadtA Schwäb. Hall 4/666, fol. 7V-9V)

 

1717 besaß Johann Christoph Weidner, Fleischschätzer, das Haus Pfarrgasse 2. Er hatte es um 510 fl gekauft.

 

Die Weidnersche Apotheke befand sich auf dem Markt zwischen der Stellwagschen Apotheke und der sog. Schmalzstaffel an der Bürgertrinkstube. Johann Christoph Weidner verkaufte sie 1699 an Philipp Franciscus Erich. (StadtA Schwäb. Hall 4/669, fol. 146R-148V)

 

Am 9. November 1732 kaufte Christoph Mayer, Barbier und Chirurg, dieses Haus um 750 fl. Verkäuferin war Catharina Rosina Weidner, die Witwe Johann Christoph Weidners. Anlieger waren die verwitwete Frau Pfarrer Wibel und Michael Nieth, Schneider und Torwart am Gelbinger Tor. Mitverkauft wurde auch allerlei Inventar (Waschkessel, Zugseil, "Offen Eisener", "Höllhafen Deckel", Ofenstangen, ein Tisch in der oberen Stube, Lagerhölzer im Keller, Vorfenster in der Wohnstube, Gitterfenster in der Stubenkammer, eine Waschgölte, der Weißzeugkasten in der hinteren unteren Stube). (StadtA Schwäb. Hall 13/233; StadtA Schwäb. Hall 4/679, fol. 252V-253R)

 

Später gehörte das Haus Mayers Witwe.

 

1781 erwarb Johann Leonhard Gräter, Mesner zu St. Michael, das Anwesen um 760 fl (13. Juli 1781). Verkäufer waren die Vormünder der beiden Kinder des Wolfang Peter Arnold, spitalischer Schulmeister, denen das Haus auf dem Erbweg zugefallen war. Anlieger waren Med. Lic. Gräter und Schneidermeister Schust. (StadtA Schwäb. Hall 4/688, S. 309-312)

 

1827 gehörte es dem Mesner und Schneider Georg Michael Kuhn.

 

 

 

Bleistift in 4/1547: Girmond, ca. 1890 von Simon Kochendörfer erkauft.

Beschreibungen

1827: Wohnhaus mit 9,9 Ruten und Hof, insgesamt 13,1 Ruten

Quellen

StadtA Schwäb. Hall 4/881, fol. 36V