Gebäudeverzeichnis

Pfarrgasse 8

Adresse: Pfarrgasse 8
Primärkatasternummer: 39
Besitzer
Ganßer, David Peter, Schuhmacher


Besitzerliste

Als Anlieger des Hauses Pfarrgasse 6 genannt:

1609: Hans Schmid

1640: Witwe des Caspar Glockh

1648: Adam Küeneißen, Schneider

1706: Witwe des Hans Leonhard Hayd

 

Mit Kaufvertrag vom 9. Dezember 1645 erwarb Adam Küeneißen das Häuslein in der Pfarrgasse von Hans Caspar Glock, Kanzlist, für 150 fl. Anlieger waren zu diesem Zeitpunkt Johann Christoph Hetzel, Mitglied des Inneren Rates, und Hans Michel Stellwag. (StadtA Schwäb. Hall 4/657, fol. 229V)

 

Am 7. November 1653 verkaufte Adam Küeneißen sein Haus Pfarrgasse 8 (kurz vorher hatte er das Haus Pfarrgasse 9 gekauft) an Maria Agnes Eisenmenger, Tochter des Felix Eisenmenger, Krämer, um 135 fl. Für Maria Agnes handelten ihre Vormünder Joseph Groß, deutscher Schulmeister, und Georg Sebastian Weidenbach, Krämer. Anlieger waren Johann Christoph Hetzel, Mitglied des Inneren Rates, und Johann Melchior Hermann, Pfarrer zu Unterlimpurg. (StadtA Schwäb. Hall 4/658, fol. 155R-156V)

 

Der Kauf des Hauses für Maria Agatha Eisenmenger wurde vom Obervormundgericht gebiligt. (StadtA Schwäb. Hall 4/909, fol. 44V)

1654 wollte Maria Agatha ihr Vermögen allein verwalten. (StadtA Schwäb. Hall 4/909, fol. 77V)

 

 

Mit Kaufdatum vom 9. November 1674 erwarb Philipp Wilhelm Fehringer, Taglöhner, von David Wettemann, Nachtwächter auf dem Michaelsturm, dessen Haus in der Pfarrgasse um 115 fl. Anlieger waren Johann Christoph Hetzel, Mitglied des Inneren Rates, und Johann Melchior Herrmann, Pfarrer zu Honhardt. (StadtA Schwäb. Hall 4/844, fol. 138R)

 

1678 erscheint als Anlieger von Pfarrgasse 6 Philipp Wilhelm Fehringer, Taglöhner (s. dort).

 

1688 kaufte Rüeger vom Spital (Hinweis im Verkaufsvertrag von 1698).

Der Kaufvertrag datiert vom 14. März 1688. Das Spital veräußerte das Haus, das ihm von der Witwe des Hans Philipp Fähringer, Taglöhner, gen. Streußlin, die sich im Armenhaus befand, zugefallen war, an Hans Caspar Rüeger, Gürtler, um 125 fl. Anlieger waren Stättmeister Hetzels obere Behausung und das Haus des Christoph Albrecht Schleidanus. (StadtA Schwäb. Hall 4/666, fol. 60R-61V)

 

1699 tritt Hans Leonhard Heids Witwe in den Beetlisten an die Stelle von Hans Caspar Rüeger, Gürtler und Torwart. (StadtA Schwäb. Hall 4/1963, fol. 6)

 

Am 27. Juni 1698 verkaufte Hans Caspar Rüeger, Gürtler und Torwart am Steinernen Steg, sein Haus an Anna Barbara Heyd, geb. Wieland, Witwe des Hans Leonhard Heyd, Bäcker, um 107 fl 30 x. Anlieger waren die obere Behausung von Stättmeister Hetzel und Christoph Albrecht Schleidanus. (StadtA Schwäb. Hall 4/669, fol. 49R-50R)

 

1716 kaufte Johann Georg Christoph Schwarz, Bader und Einbrenner, um 205 fl dieses Haus. Verkäufer waren Michael Dreher, Nagelschmied, und Nicolaus Schucrafft, Salzsieder, denen das Haus von ihrer Schwiegermutter Anna Barbara Heyd erblich zugefallen war. Anlieger waren 1716 das obere Haus der Frau Stättmeister Hezel und Johann David Stellwag, Chirurg. (StadtA Schwäb. Hall 4/674, fol. 18R-19R)

 

Am 9. Mai 1752 ging es für 160 fl in den Besitz von Johann Georg Franz, Schneider, über. Verkäufer war Johann Georg Christoph Schwarz. Anlieger waren die hintere Behausung von N. Böltz, Mitglied des Geheimen Rates und Amtmann, und die Witwe des Tuchscherers Enßlin. Der abgebrochene Ofen in der Stube sollte wiederhergestellt werden. (StadtA Schwäb. Hall 4/683, fol. 15V-16V)

 

Am 3. März 1755 erwarb Johann David Friedrich Fugmann, Beetdiener, das Gebäude für 177 fl. Verkäufer war Johann Georg Franz, Schneider. Anlieger waren die Witwe des Geheimen Böltz und die zwei Büschlerschen Töchter. (StadtA Schwäb. Hall 4/683, fol. 207V-208V)

 

Am 11. Januar 1788 kaufte es der Salzsieder Georg David Groß für 200 fl. Verkäufer waren die Erben der Maria Euphrosina Cordula Fugmann, geb. Schwarz, Witwe des Johann David Friedrich Fugmann, Beetdiener, nämlich Anna Regina Röhler, Ehefrau des Friedrich David Röhler, und Anna Barbara Schwarz, Tochter des Carl August Schwarz. Anlieger waren das Hinterhaus von Pfleger Bölz und das Haus des Schneiders Schust. (StadtA Schwäb. Hall 4/690, fol. 198R-199V)

 

Schon am 9. Februar 1789 ging es für 250 fl in den Besitz von Friedrich Peter Seiboth, Schuhmacher, über. Verkäufer war Georg David Groß. Die Anlieger waren dieselben wie 1788. (StadtA Schwäb. Hall 4/691, fol. 7V-R)

 

Mit Kaufdatum vom 8. Mai 1797 erwarb es Johann Friedrich Schloßstein, Salzsieder, für 308 fl. Verkäufer war zwar Friedrich Peter Seiboth, Schuhmacher, aber der Verkauf erfolgte als Zwangsversteigerung. (StadtA Schwäb. Hall 4/762, fol. 24V)

 

Am 13. Oktober 1802 schließlich gelangte es für 380 fl in den Besitz von Johann David Ganßer, Schuhmacher, der es seinem Sohn David Peter Ganßer weitervererbte. Verkäufer war 1802 Johann Friedrich Schloßstein, Salzsieder und Fähnrich bei der Siederscompagnie. Als Anlieger für 1802 werden das Haus des Geheimen Bölz und Schneider Neumeister genannt. (StadtA Schwäb. Hall 4/764, fol. 72R-73V)

 

 

 

 

 

 

Ganßer, David Peter, 1823

 

Bleistift in 4/1547: Taglöhner Wild, ca. 1930 Volp

Befunde aus Bauforschung

Gerüst dendrochronologisch datiert um 1490. (BF Lohrum/Bleyer)

Beschreibungen

1827: Wohnhaus mit Anbau und Hof, insgesamt 6,3 Ruten Grundfläche

Quellen

StadtA Schwäb. Hall 4/881, fol. 38V