Gebäudeverzeichnis

Rosenbühl 10

Adresse: Rosenbühl 10
Primärkatasternummer: 9
Besitzer: 1827
Schwend, Benignus Friedrich, Salzsieder, zu 1/2; Blinzing, David Peter, Salzsieder, zu 1/2


Besitzerliste

1712: als Besitzer genannt: Pfarrer Wörner zu Stöckenburg

1721: Verkauft am 2. April 1721 für 375 Gulden an Jakob Martin Gräber (auch: Kreber), Pfarrer zu Oberfischach

1726: Jakob Martin Gräber und seine Ehefrau Anna Maria geb. Wörner verkaufen das Haus am 29. Januar 1726 für 565 Gulden und einen Speziestaler Weinkauf an Georg Friedrich Glock, Musikant. Der Verkäufer überlässt dem Käufer drei im Keller befindliche Fässer zu drei, zwei und einem Fuder, während der Käufer dem Verkäufer die weitere, lebenslängliche Nutzung der Bibliothekskammer ("Bibliothec-Kammer") sowie des hinteren Stübleins und der Stallung für sein Pferd einräumt.

1767: Christian Ludwig Eisenmenger, Friedrich Jacob Eisenmenger und Susanna Maria Eisenmenger als Erben ihres Vetters Georg Friedrich Glock verabreden zunächst einen Verkauf des Hauses an Johann Georg Klotz, doch macht Susanna Maria am 8. September 1767 ihr Vorkaufsrecht als Erbin geltend und erwirbt das Haus von ihren Miterben für 675 Gulden.

1777: Susanna Maria Eisenmenger verkauft das Haus am 6. März 1777 für 550 Gulden an Georg David Röhler, Schreibmeister und Kantor.

1814: Georg David Röhler verkauft am 14. September 1814 je eine Hälfte des Hauses für zusammen 550 Gulden an seine beiden Töchter Maria Sibille, Ehefrau des Salzsieders Benignus Friedrich Gräter, und Renata Susanna, Ehefrau des Salzsieders David Peter Blinzig. Der Verkäufer erhält ein Wohnrecht in der Stube und Stubenkammer der "3ten Etage".  Zum Kaufvertrag gehört ein detaillierter Teilungsvertrag.

1827: als Besitzer genannt: Benignus Friedrich Schwend, Salzsieder, zur Hälfte und David Peter Blinzing, Salzsieder, zur Hälfte

1886: Friedrich Schweizer, Tagelöhner

1890: Konrad Schauffele, Konditor
Mieter/Mitbewohner: Friederike Burk, Stadtschultheißen-Witwe; Leonhard Horlacher, Tagelöhner; Friedrich Schweizer, Tagelöhner; Johannes Stephan, Tagelöhner

1894: Konrad Schauffele, Konditor
Mieter/Mitbewohner: Lisette Ballmann, Tagelöhnerin; Barbara Emmer, Tagelöhnerin; Georg Kraft, Eisendreher; Friedrich Schweizer, Tagelöhner; Friedrich Treuter, Küfer

1901: Ludwig Hohbach jr., Schreiner ( Besitzer, aber nicht Bewohner)
Mieter/Mitbewohner: Paul Schieber, Magazinier; Friedrich Treuter, Küfer; Wilhelm Schierle, Maurer Christine Reichert, Büglerin

1910: Friedrich Tochtermann, Fabrikarbeiter
Mieter/Mitbewohner: Christian Küfner, Tagelöhner; Friedrich Treuter, Küfer; Phillip Klenk, Tagelöhner

1920: Gottlieb Kugler, Tagelöhner
Mieter/Mitbewohner: Georg Ziegler, Tagelöhner; Jakob Welz, Tagelöhner; Rosine Treuter, Küferswitwe

1928: Johann Vogelmann; Fabrikarbeiter
Mieter/Mitbewohner: Karl Vogelmann, Fabrikarbeiter; Jakob Welz, Schleifer; Rosine Treuter, Rentnerin

1932: Johann Vogelmann; Fabrikarbeiter
Mieter/Mitbewohner: Karl Vogelmann, Fabrikarbeiter; Jakob Welz, Schleifer

1938: Johann Vogelmann, Sozialrentner
Mieter/Mitbewohner: Karl Vogelmann, Arbeiter; Karl Joos, Schneider

1956: Emma Birli; Herrenschneiderin; Martin Birli, Maschinenschlosser; Karl Joos, Schneider; Emma Kiesling, Hausfrau; Ernst Kiesling, Schreinermeister; Emma Vogelmann, Hausfrau; Karl Vogelmann, Rentner

Beschreibungen

1717/18: "Eine Behaußung mit 1 Höflen, Scheürlen und Küchengärttlein, taxirt ad 300 fl, gültet 6 hlr. in Amt Schlicht, und 6 ß Vorgeld in L. Hospital"

1777: "... ihre biß daher beseßene im Roßenbühl zwischen Hrn. Vormundschreiber Müller und Andreas Wendels, Hutmachers Häußern gelegene, in Wohllöbl. Amt Schlicht mit 6 Hlr. schlechter Gült, Löblr. Michaelispflleeg mit 10 ß Vorgeld, und Löbl. Spital auch mit Vorgeld, und zwar 5 ß an Geld, 5 Eyer und 1 Käs gültbare Behaußung, samt einem darhinter befindlichen Höflein, Scheuerlein und Küchen-Gärtlein."

1814: Beschreibung des Hauses aus Anlass der Teilung (vgl. 19/1002, Bl. 59Rff):
1. Etage: enthält ein ruiniertes Stüble und Küchele, dahinter ist eine Kammer.
2. Etage: enthält eine Stube, Stubenkammer, Küche und eine kleine Kammer.
3. Etage: enthält eine Stube, Stubenkammer, Küchele und hinter diesem noch eine Stube.
im unteren Dachboden befinden sich 2 verschlossene Kammern mit zwei Vorplätzen.
ein "2ter Dachboden" ist ungeteilt.
im 3. Dachboden befindet sich ein Taubenschlag.

 

1827: Wohnhaus mit 9 Ruten, mit Schweinestall und Hofraum insgesamt 11,6 Ruten Grundfläche Auf dem Rosenbühl

Quellen

Archivalien:

  • StadtA Schwäb. Hall 4/678 (Kaufprotokolle 1724-1727), Bl. 92Rff; 4/687 (Kaufprotokolle 1773-1779), S. 486ff; 4/881 (Unterpfandsbuch), Bl.  58; 4/1545 (Häuserbuch 1712), S. 19; 4/1547 (Häuserbuch 1767), S. 23; 4/1547a (Häuserbuch 1782), S. 33; 19/1002 (Kaufbuch 1814-1817), Bl. 58Rff

Literatur:

  • Adressbücher 1886-1956