Gebäudeverzeichnis

Bretzinger Steige 1 - Gasthaus "Zum Schwanen"

Adresse: Bretzinger Steige 1
Primärkatasternummer: 39 (59)
Besitzer
Haspel, Johann David, Schwanenwirt


Besitzerliste

1830 (Primärkataster): Johann David Haspel, Schwanenwirt

 

1842: Bachmüller Alois Ruf erwirbt "eim 3stokigtes Wohnhaus, womit das dingliche Recht zur Schildwirtschaft verbunden ist (die Schwanenwirtschaft) mit einem Sommergärtchen und dem Garten an der Kocherbrücke am 1. Oktober 1841 für 2.200 Gulden aus der Gantmasse (Konkursmasse) des Schwanenwirts Johann Lorenz Knaupp aus Schluchtern im Großherzogtum Baden.

1847: Anton Heid

ein zweistöckiges Wirtschaftsgebäude mit Brauhaus hinterm Haus im obern Dorf zwischen Moses Nagels Witwe und Philipp Reeber

1852 von Alois Ruffs Witwe an Wilhelm Jung, ledig, verkauft.

Befunde aus Bauforschung

An der Giebelseite zur Hessentaler Straße sind an zwei senkrechten Holzständern in 1. Obergeschoss noch Spuren einer älteren Verbindungstechnik zu sehen. Diese verweisen auf eine Verblattung von schrägen Aussteifungshölzern. Damit ist belegt, dass das Gebäude im Kern aus der Zeit um 1500 bis spätestens 1550 stammt. Das Gebäude war vermutlich seit alters her eine Gastwirtschaft. Die Gaststube befand sich wahrscheinlich im Obergeschoss, das eien Raumhöhe von 3 m aufweist. Die Verlagerung der Gasträume in das Erdgeschoss und eine Erneuerung der Erdgeschossfassade sind archivisch für 1855 belegt. Das Obergeschoss diente später als Tanzsaal (nach: Bedal, Historische profane Gebäude).

Beschreibungen

1830 (Primärkataster): im obern Dorf, Wohnhaus mit 35,6 Ruthen, Brauhaus hinterm Haus mit 3,5 Ruthen, Hofraum mit 4,5 Ruthen

Bretzinger Steige 1 (Flst.Nr. 2-61). Gasthaus ”Zum Schwanen“, im Kern 16. Jahrhundert. § 2 (aus: Liste der Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Stadt Schwäbisch Hall, Stand 13.11.2013)

Quellen

Literatur:

  • Albrecht Bedal: Historische profane Gebäude in Steinbach - eine Spurensuche, in: Günter Albrecht, Andreas Maisch, Reinhard Schuster, Daniel Stihler (Hrsgg.): Steinbach. Geschichte eines Dorfs am Fuße der Comburg (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Schwäbisch Hall; Heft 34); Schwäbisch Hall 2020, S. 191-219, hier S. 194-196

Archivalien:

  • Landratsamt Schwäbisch Hall, Vermessungsamt, Primärkataster für Steinbach, 1830 (Kopie im Stadtarchiv Schwäbisch Hall, Signatur S01/1559)
  • StadtA Schwäb. Hall 86/225, Nr. 63
  • StadtA Schwäb. Hall 86/254 (Kaufbuch Steinbach 1838-1843), Bl.132vff