Gebäudeverzeichnis

Comburg 17 - Ostturm ("Lecksfüdele"-Turm)

Adresse: Comburg 17
Primärkatasternummer: --
Besitzer
Kameralamt Hall


Besitzerliste

1830 (Primärkataster): das Kameralamt Hall

Befunde aus Bauforschung

Der Turm entstand zusammen mit einer ersten Verstärkung und Erweiterung der Befestigungsanlagen im Osten der Comburg in der Zeit des letzten Abts und ersten Propsts Seifried vom Holtz (Propst 1488-1504) und ist durch einen Wappenstein auf 1494 datiert. Auch die auffällige, derbe Spottfigur eines Narren stammt aus der Bauzeit. Der Turm weist im untersten, später teils zugeschütteten Stockwerk Schlüsselscharten, darüber (horizontale) Maulscharten und im dritten Stock wieder Schlüsselscharten auf. Eine Aufstockung um zwei weitere Stockwerke (bei dem vermutlich ein altes, in Stein oder Fachwerk ausgeführtes oberes Stockwerk entfernt wurde) erfolgte in den 1570er Jahren im Zuge einer umfangreichen Erweiterung der Comburger Befestigungsanlagen in der Zeit des Dekans Erasmus Neustetter (im Amt 1551-1594, ab 1583 auch Propst). Die mit hölzernen Läden verschließbaren Fensteröffnungen stammen noch aus der Bauzeit. Gleichzeitig wurden auch die anstoßenden Wehrmauern deutlich erhöht und die östlich vorgelagerte, niedrigere Mauer errichtet. Damit verlor der Turm seine Hauptfunktion als Flankensicherung der angrenzenden Wehrmauern und des Tores.

Beschreibungen

1830 (Primärkataster): Thurm mit 1,6 Ruthen

Comburg 1, 2, 4, 5, 6, 7, 7/1, 7/2, 8, 8/1, 9, 9/1, 10, 11, 12, 13, 15, 16, 17, Großcomburger Weg 8 (Flst.Nr. 2-112, 2-114, 2-116, 2-118, 2-123/1, 2-130, 2-134/1, 2-134/2, 2-168, 2-433, 2-433/1, 2-433/2, 2-433/3, 2-433/4, 2-433/5, 2-433/6, 2-433/7, 2-433/8, 2-433/9, 2-433/10, 2-433/11, 2-433/12, 2-433/13, 2-434, 2-434/1, 2-434/2, 2-434/3, 2-434/4, 2-434/5, 2-434/6, 2-434/7, 2-434/8, 2-434/9, 2-434/10, 2-434/11, 2-435, 2-435/1, 2-435/2, 2-435/3, 2-435/4, 2-436, 2-436/1, 2-436/2, 2-436/3, 2-436/4, 2-437, 2-437/2, 2-439, 2-439/1, 2-439/3, 2-439/4, 2-440, 2-440/1, 2-441-443) Sog. Große Comburg mit ehem. Fruchtkasten (Großcomburger Weg 8), bez. 1705 (Sachgesamtheit). § 28 (aus: Liste der Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Stadt Schwäbisch Hall, Stand 13.11.2013)

Zur Geschichte und Baugeschichte der Comburg insgesamt siehe Comburg 12 (Stiftskirche St. Nikolaus) unter „Beschreibungen“, zu den Befestigungen Comburg 14-18 (Ringmauer mit Wehrgang) unter „Befunde aus Bauforschung“.

Besonderheiten

Bei der Anlage des Primärkatasters 1830 erhielten die Gebäude der Comburg eine separate, mit 1 beginnende Nummerierung. Um Verwechslungen zu vermeiden, wurden hier die späteren Nummern verwendet.
    

Quellen

Archivalien:     

  • Landratsamt Schwäbisch Hall, Vermessungsamt, Primärkataster für Steinbach (Kopie im Stadtarchiv Schwäbisch Hall, Signatur S01/1559)