Gebäudeverzeichnis

Hessentaler Straße 34

Adresse: Hessentaler Straße 34
Primärkatasternummer: 24 (67/1, 71)
Besitzer
Kopp, Johannes, Maurermeister


Besitzerliste

1830 (Primärkataster): Johannes Kopp, Maurermeister

danach: Josef Kopp

danach: Marianne Kopp, ledig

ein zweistöckiges Wohnhaus und Scheune im obern Dorf zwischen Hajum Hirsch Reis und Wagner Merkle

1849 durch Marianne Kopp von Maurermeister Johann Kopp und dessen Schwester Catharina, verehelichte Kraft gekauft.

1859 an Johannes Kopp verkauft.

ein zweistöckiges Wohnhaus im obern Dorf neben Hajum Hirsch Reis und Wagner Merkle

1859 durch Johannes Kopp, Maurermeister, von Marianne Kopp gekauft.

1861 mit Friedrich Reber, Viehhalter, getauscht.

Befunde aus Bauforschung

Das Haus ist auf der Talseite dreigeschossig, auf zwei massiv gemauerten Stockwerken sitzt ein Fachwerkstock. Der Dachstuhl wurde dendrochronologisch auf 1568 datiert. Das Dachgebälk besteht aus Fichtenholz, der Spitzständer im Giebel aus Eiche. Der Grundriss im alten Wohnbereich (2. Obergeschoss) besteht aus zwei Quer- und zwei Längszonen (Wohnstube mit anschließender Schlafkammer, Flur mit Küche). Das Haus dürfte ursprünglich ein Sichtfachwerk gehabt haben, das erst später verputzt wurde. Die Wohnung im Dachgeschoss mit den zugehörigen Fenstereinbrüchen ist ein nachträglicher Einbau. Die aufgemalte Madonna im Giebel soll laut mündlichen Berichten im 1. Drittel des 20. Jh. von einem mexikanischen Künstler angebracht worden sein, was deren dunkle Hautfarbe erklärt (nach Bedal: Historische profane Gebäude).

Beschreibungen

1830 (Primärkataster): im obern Dorf, Wohnhaus & Scheuer mit 11,3 Ruthen,Hofraum hinter dem Haus mit 5,0 Ruthen

Quellen

Literatur:

  • Albrecht Bedal: Historische profane Gebäude in Steinbach - eine Spurensuche, in: Günter Albrecht, Andreas Maisch, Reinhard Schuster, Daniel Stihler (Hrsgg.): Steinbach. Geschichte eines Dorfs am Fuße der Comburg (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Schwäbisch Hall; Heft 34); Schwäbisch Hall 2020, S. 191-219, hier S. 194-196

Archivalien:

  • Landratsamt Schwäbisch Hall, Vermessungsamt, Primärkataster für Steinbach, 1830 (Kopie im Stadtarchiv Schwäbisch Hall, Signatur S01/1559)
  • StadtA Schwäb. Hall 86/226, Nr. 77
  • StadtA Schwäb. Hall 86/226, Nr. 78