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Unterlimpurger Straße 65

Erster jüdischer Andachtsraum

Das um 1500 entstandene Fachwerkhaus auf dem Steinsockel zeigt mit der K-Strebe im Dachgiebel das typische Fachwerk des ausgehenden Mittelalters. 1710 gelangte es in den Besitz von erst kurz davor in der Vorstadt Unterlimpurg geduldeten Juden. Im Dachraum entstand 1738/39 eine holzgetäferte Zimmer-Synagoge, von Eliezer Sussmann im Stil der Zeit reich bemalt. Sie ist heute im Hällisch-Fränkischen Museum zu besichtigen und gilt als einzigartig in Europa.

Adresse: Unterlimpurger Straße 65

Primärkatasternummer: 107

Besitzer: 1827 | Welk, Johann Christoph; Stephan, Johann Michael

Weitere Informationen

1827: Welk, Johann Christoph, Bauernknecht, zu 1/2; Stephan, Johann Michael, Taglöhner, zu 1/2

1827: Wohnhaus u. Anbau mit 18,2 Ruten, Hof 11,4, insgesamt 29,6 Ruten

Im Dachstuhl des Hauses war wohl seit 1732 eine hölzerne Synagooge mit einer Bemalung von Eliezer Sussmann eingebaut. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom Historischen Verein erworben und ist heute im Hällisch-Fränkischen Museum ausgestellt.

Bilder

Quellen

Pläne und Ansichten vor 1827:

  • StadtA SHA 4/4a, Bl. 6 (Zeichung aus Chronik um 1600, Ausschnitt)
  • StadtA SHA 16/0021 (Flurkarte Unterlimpurg 1703, Ausschnitt)