Haller Häuserlexikon – Primärkataster-Nr.

Pfitznerweg 43 (Hagenbach) - ehem. Hofgut Weiß

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Adresse: Pfitznerweg 43 (Hagenbach)
Primärkatasternummer: 1[a] (Hagenbach)
Besitzer
Ludwig, Johann Georg


Besitzerliste

Bem.: es handelt sich ursprünglich um die Hälfte eines Hofs

1593: Lienhard Laidig, Sohn des Gilg Laidig in Hessental, in Hagenbach ansässig.

1651: Hans Laidig ist zusammen mit Hans Beltz Besitzer eines Hofs in Hagenbach.

1668: Anna Laidig, Witwe des Hans Laidig, verkauft den halben Hof für 750 Gulden an ihren Sohn Jerg Sigmund Laidig.

1716: der halbe Hof des Jerg Sigmund Laidig geht an den Schwiegersohn (?) Hans Janle.

nach Hans Janles Tod fällt der Halbhof zunächst an dessen Witwe, von der er an Hans Michel Ludwig verkauft wird (vermutlich ebenfalls ein Schwiegersohn).

Der Hof kommt an Georg Michael und dann an Johann Georg Ludwig.

1831: Johann Michael Bräuninger und seine Ehefrau Barbara geb. Ludwig erwerben das Anwesen vom Schwiegervater bzw. Vater Johann Georg Ludwig.

1852: Spätestens 1852 ist der Halbhof Eigentum von Ingrid Wacker (?), die ihn am 8. Dezember 1852 an G. F. Pflugfelder aus Möglingen weiter verkauft.

1862: als Besitzer des halben Hofs sind Georg Heckel  [oder: Seckel] und Waldhornwirt Marx Reiß aus Hall eingetragen. Besitznachfolger ist Kaspar Hilsenbeck, von diesem kommt das Anwesen an Johann Joseph Weiß. Später geht der Hof an den Sohn Joseph und an dessen gleichnamigen Sohn.

In den 1960er Jahren wird die Hofstelle ohne das in Familienbesitz verbleibende Wohnhaus an die Stadt Schwäbisch Hall verkauft. Die Nebengebäude werden in der Folge abgebrochen und mit Wohnhäusern überbaut.

Beschreibungen

1668 (Verkauf an Jerg Sigmund Laidig): Die Hälfte eines zweistockigen Hauses, ein halbes Gemeinderecht, eine halbe Scheuer, eine Waschhütte, ein Schöpfbrunnen, die halbe Hofraite sowie ein "Schlammloch", das Laidig und Hans Belz, der Besitzer der anderen Hofhälfte, jährlich abwechselnd innehaben.

Bilder

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Bild von 2018. Foto: Dietmar Hencke (StadtA Schwäb. Hall DIG 11371)

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Bild von 2018. Foto: Dietmar Hencke (StadtA Schwäb. Hall DIG 11372

Ausschnitt aus dem Primärkataster von 1827. Das „A“ bezeichnet das heute noch bestehende Wohnhaus des Hofguts, die Nebengebäude wurden nach dem Ende der Landwirtschaft zugunsten der Wohnbebauung abgebrochen (Plan: Geodatenportal Schwäbisch Hall / Stadt Schwäbisch Hall, Fachbereich Planen und Bauen, Abteilung Vermessung). Ansicht vergößern

Ausschnitt aus dem Primärkataster von 1827. Das „A“ bezeichnet das heute noch bestehende Wohnhaus des Hofguts, die Nebengebäude wurden nach dem Ende der Landwirtschaft zugunsten der Wohnbebauung abgebrochen (Plan: Geodatenportal Schwäbisch Hall / Stadt Schwäbisch Hall, Fachbereich Planen und Bauen, Abteilung Vermessung).


Quellen

Literatur:

  • Monika Odenwälder: Hagenbach, in:  Gisela Färber, Andreas Maisch, Monika Odenwälder, Daniel Stihler (Hrsgg): Bibersfeld. Geschichte eines Dorfes im Rosengarten und seiner Teilorte (Veröffentlichungen des Stadtarchivs Schwäbisch Hall; H. 18), Schwäbisch Hall 2002, S. 323-340, hier S. 328-330